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Die Pentax Espio 928 war meine erste eigene Kamera - mit ihr bin ich auch zu Pentax gekommen. Die 928 war seinerzeit keine günstige Kamera, aber ich wollte einen guten Weitwinkelbereich, denn der war bei den meisten Modellen mindestens 38mm. Mainstream waren einfach Super-Zoomkameras mit 100mm, 140mm oder gar mehr Brennweite. Und da ist mir Pentax aufgefallen - die boten diese Kamera mit 28mm Weitwinkel an. Den Kauf habe ich nie bereut - die 928 hat eine tolle Bildqualität und gilt auch heute noch als eine der besten Kameras in dem Bereich. Pentax bietet übrigens heute mit der Espio 24EW eine noch weitwinkeligere Kompaktkamera an. 24mm Brennweite sind schon eine enorme optische Leistung - leider wird so etwas in Zeiten der Digitalfotografie nicht mehr wahrgenommen. |
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Meine erste Autofokus Spiegelreflex war die MZ-5n. Ich bin damals in ein Fotogeschäft gegangen und habe mir die Kameras von Canon, Minolta, Nikon und Pentax angesehen. Auch hier stach Pentax aus der Masse gleichartiger Kameras hervor: Die MZ-5n wird nicht wie viele andere SLRs über Menüfunktionen und ein LCD-Display gesteuert, sondern über ganz klassische Rädchen und Schalter. Und sie ist viel kleiner als die Konkurrenz. Ich hatte irgendwie den Eindruck, dass Größe, Mäusekino und Knopfvielfalt der anderen Kameras mächtig Eindruck machen sollten, während die MZ-5n auf Funktion konzentriert wurde. Und das macht sich bezahlt: Blende und Zeit lassen sich auch im Dunklen einstellen, denn man kann fühlen, wie ein Rad eingestellt ist.
Ansonsten ist die Kamera sehr gut verarbeitet und robust (trotzdem sie wie alle modernen Kameras in der Preisklasse aus Kunststoff gefertigt wurde).
Auf dem Bild sieht man die MZ-5n mit dem SMC-FA 43/1.9 Limited - ein schönes, kompaktes Pärchen.
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Premiere: die *istD die erste DSLR von Pentax und gleichzeitig meine erste DSLR. Sie ist seit September 2003 erhältlich und konkurriert mit der Canon 10D, Nikon D100 und Fuji S2Pro - tummelt sich also in der Klasse der semiprofessionellen DSLRs. Ihre Vorzüge:
Sie setzt die Pentax-Philosophie kompakter SLRs konsequent fort und ist deutlich kleiner als ihre Mitbewerber. Wie in dieser Klasse üblich, hat sie eine Auflösung von 6 Millionen Pixeln (nur die S2Pro hat mehr) und einen Formatfaktor von 1,5. Neben ihrer Kompaktheit hat sie gegenüber ihren Mitbewerbern noch weitere Vorteile: ein größerer und heller Sucher, ein Blitzsystem, das neben dem modernen P-TTL mit Vorblitz auch noch ältere TTL-Blitze unterstützt (m.W. kann das sonst nur noch die S2Pro) sowie die Verwendung von handelsüblichen Mignon-Zellen anstelle teurer, proprietärer Lithium-Ionen-Akkus.
Das Chassis der *istD ist aus Edelstahl, welches mit einem hochwertigen Kunststoff-Überzug (carbon-verstärkt) überzogen ist. Man hat keinesfalls das Gefühl, eine Plastik-Kamera in der Hand zu halten. Die *istD verzichtet wie schon die MZ-5n auf Schnörkel und technische Spielereien - sie ist auf Funktion fokussiert. Motivprogramme sucht man vergeblich, doch ist eine Programmautomatik vorhanden, so dass sich auch ohne große fotografische Fähigkeiten sehr gute Ergebnisse erzielen lassen. Für den ambitionierten Fotografen finden sich darüber hinaus natürlich Zeit- und Belichtungsautomatik sowie die Nachführmessung.
Die Kamera wird sehr ergonomisch über zwei Räder mit Daumen und Zeigefinger gesteuert - die Pentax-eigene Hyperautomatik sorgt dafür, dass immer korrekt belichtet wird: verstellt man mit dem Daumenrad die Blende, dann wird automatisch die richtige Zeit eingestellt. Stellt man mit dem Zeigefinger die Zeit ein, wird automatisch die korrekte Blende gewählt - ziemlich pfiffig. Möchte man zu der von der Kamera vorgeschlagenen Zeit/Blenden-Kombination zurück, dann drückt man einfach den "grünen Knopf". Ein weiteres ergonomisches Highlight: die Abblendtaste ist ein kleiner Hebel direkt am Auslöser und somit immer im Zugriff.
Dass Pentax seine Kunden ernst nimmt, hat man mit dem Firmwareupdate 1.1 gezeigt: Eigentlich ist die *istD mangels Blendensimulator nicht in der Lage, mit Objektiven, die keine A-Position am Blendenring haben, die Belichtung zu messen. Mit dem Firmwareupdate wurde jedoch eine Arbeitsblendenmessung auf den grünen Knopf gelegt d.h. das Objektiv wird kurz abgeblendet, die Belichtung gemessen und die korrekte Zeit eingestellt. Mit diesem wunderbaren Trick kann man nun selbst die alten M42-Objektive aus den 50ern sinnvoll einsetzen. Damit ist die *istD die am weitesten rückwärtskompatible DSLR - bei Canon und Nikon muss man bei vielen älteren Objektiven auf die Belichtungsmessung verzichten.
Auf dem Bild sieht man die *istD mit dem SMC-FA 35/2.0. Eine schöne, sehr kompakte Kombination - diverse Point&Shoot-Digicams sind da größer. Das 35er Objektiv harmoniert übrigens sehr gut mit der *istD und gibt so ein schönes Normalobjektiv ab.
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Der Batteriegriff D-BG1 für die *istD nimmt vier zusätzliche Mignonzellen auf. Allerdings kann es bei der Verwendung von NiMH-Akkus in Kamera und Griff zu Problemen mit der Spannungsmessung kommen, d.h. die Kamera zeigt "leer" an, obwohl die Akkus noch Energie haben. Mit einigen Akkus ist der Effekt weniger problematisch, mit CR-V3-Batterien gar nicht vorhanden. Mit dem mitgelieferten Satz Batterien in der Kamera und Akkus im Griff habe ich 3200 (!) Aufnahmen gemacht - kein Grund zur Klage, also. Wie dem auch sei - ich habe meist nur im Griff Akkus, was mir vollkommen ausreicht. Den eigentlichen Sinn des Griffes sehe ich darin, dass die Kamera besser gehalten werden kann und der Möglichkeit, auch im Hochformat die Einstellräder, Abblendtaste und den Auslöser bequem erreichen zu können. |
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Mit Griff und Blitz wird aus der niedlichen Kompakt-DSLR plötzlich ein ziemlicher Trumm... |
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Das SMC-M 50/1.7 ist ein absoluter Klassiker. Dieses Standardobjektiv kann man gebraucht sehr günstig erwerben. Man bekommt aber sehr viel optische Leistung: scharf und lichtstark. Natürlich kann man M-Objektive nur manuell (ohne AF und Programmautomatik) betreiben. Ich habe das Objektiv aus meiner Pentax LX-Zeit aufgehoben. Und dank der Rückwärtskompatibilität der *istD kann ich es auch heute noch einsetzen. |
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Noch ein weiteres Relikt aus meiner Pentax LX-Zeit: das SMC-M 100/2.8. Ein sehr schönes Portraitobjektiv: gute Abbildungsleistung und schön kompakt. Wie alle M-Objektive ist es noch in Metall gefertigt und macht einen ganz anderen Qualitätseindruck als moderne Objektive. Das noch ältere SMC-K 105/2.8 soll noch schärfer sein, allerdings konnte ich das in eigenen Tests nicht bestätigen. Außerdem ist Schärfe ja nicht das Entscheidende bei einem Portraitobjektiv... |
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Nach meinen ältesten Objektiven nun das neueste: das smc-DA 14/2.8. Die smc-DA Objektive sind speziell für DSLRs mit einem Formatfaktor von 1,5 gerechnet, d.h. der Bildkreis ist kleiner, so dass die Bildecken am vollen Kleinbildformat nicht mehr ausgeleuchtet werden. Möglicherweise reicht es aber noch für einen Formatfaktor von 1,3 - mal sehen, was die Zukunft bringt. Das Objektiv ist für den extremen Bildwinkel sehr scharf. Bei offener Blende macht sich die Physik aber durch unscharfe Bildecken und Vignettierung bemerkbar. Ab Blende 4 sind diese Effekte nur noch gering. Die Verzeichnung ist wellenförmig, wie auch z.B. beim 14mm Objektiv von Nikon. Die Ingenieure müssen wohl bei dieser Brennweite alle Register ziehen, um Farb- und Geometriefehler zu korrigieren. Beim Pentax ist das gut gelungen. Insbesondere wenn man den Preis betrachtet: das Pentx liegt um 800,- Euro, bei Canon und Nikon muss man hingegen 2000,- Euro für eine 14mm Festbrennweite investieren. Dafür bekommt man dann allerdings auch Vollformat-Objektive.
Das smc-DA 14/2.8 ist komplett aus Metall gefertigt und sehr gut verarbeitet. Es macht einfach Spaß, damit zu arbeiten. Der Filterdurchmesser beträgt 77mm, so dass man kaum glauben kann, dass die mitgelieferte Sonnenblende und der Objektivdeckel zu dem kompakten Objektiv gehören sollen. Das smc-DA 14/2.8 hat bereits das neue Quick-Shift-Focus-System, mit dem man jederzeit manuell fokussieren kann, ohne den Autofokus an der Kamera ausschalten zu müssen. Dank des breiten, gut bedienbaren Fokusringes funktioniert das sehr gut. Übrigens bezeichnet Pentax seit der Einführung der smc-DA-Objektive alle Objektive mit dem kleingeschriebenen "smc" anstelle des alten "SMC". Dahinter stecken wohl markenrechtliche Überlegungen. Dabei nutzt Pentax das großen Buchstaben SMC ja erst seit über 30 Jahren...
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Festbrennweiten haben nicht nur eine bessere optische Qualität als Zoomobjektive, sie sind auch eine Grundvoraussetzung, bildliches Denken zu erlernen: Wenn man den Bildausschnitt nicht "mal eben" mit dem Zoomring einstellen kann, sondern die Position wechseln muss, dann setzt man sich ganz anders mit dem Motiv auseinander. Gerade die zu unrecht oft als langweilig angesehenen Normalobjektive sind hierfür gut geeignet.
Das SMC-FA 35/2.0 ist ein sehr schönes Normalobjektiv (vor nicht allzu langer Zeit hätte man es noch als Weitwinkel bezeichnet): Es ist kompakt, lichtstark und relativ preisgünstig. Die optische Qualität ist ebenfalls sehr gut - ein echter Geheimtip also...
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Nur etwas weiter als das SMC-FA 35/2.0 ist das SMC-FA 31/1.8 Limited. Die Limited-Objektive von Pentax wirken wie Relikte aus der guten alten Zeit: Nur Metall und Glas, massiv und perfekt verbreitet. Sie sind aber alles andere als Relikte: das 31er wird erst seit 2001 hergestellt. Es ist das größte und schwerste der drei Limited-Objektive, deutlich schwerer auch als das 35er. Die optische Qualität der Limited-Objektive ist hervorragend - die Schärfe ist bereits bei offener Blende gut, bei leichtem Abblenden optimal. Die Verzeichnung ist gering und das Bokeh sehr schön. |
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1997 stellte Pentax das erste Limited-Objektiv vor: das SMC-FA 43/1.9 Limited. Es ist das kompakteste der drei, knackscharf und macht die *istD dank hoher Lichtstärke und geringer Größe zur unauffälligen Theaterkamera. |
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Eines meiner Lieblingsobjektive ist das SMC-FA 77/1.8 Limited. Es kombiniert die optischen Qualitäten der Limited-Reihe mit der Brennweite eines Portraitobjektives - an der MZ-5n am unteren Ende der Portraitbrennweiten, an der *istD an der oberen Grenze: an der *istD entspricht der Bildwinkel des 77ers dem eines 115mm Objektives.
Das 77er wird von Pentax seit 1999 angeboten.
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Das SMC-FA* 300/4.5 gehört ebenfalls zu meinen Favoriten. Die Brennweite ist optimal für Tierfotografie und ist auch an der *istD - an der das Objektiv den Bildwinkel eines 450mm-Objektives hat - noch ohne Stativ haltbar. Das Objektiv hat eine sehr hohe Abbildungsleistung und ein sehr schönes Bokeh - optimal eben für Aufnahmen mit offener Blende. Der Stern in FA* kennzeichnet d besonders hochwertige Pentax-Objektive. Sie sind au Metallgefertigt und haben einen Mechanismus, der das manuelle Fokussieren erlaubt, ohne an der Kamera den Autofokus ausschalten zu müssen. |
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Auf der Photokina 2000 stellte Pentax die MZ-S mit einer digitalen Schwester, der MZ-D, vor. Dazu wurde das SMC-FA 24-90/3.5-4.5 präsentiert, welches ich an der *istD am häufigsten einsetze, denn es funktioniert sehr gut an der *istD (im Gegensatz zu anderen Zooms in dem Brennweitenbereich). Die optische Qualität ist für ein Zoom erstaunlich gut und der Brennweitenbereich ist an der *istD sehr vielseitig. |
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Als Telezoom setze ich ein SMC-F 70-210/4-5.6 ein. Dieses schon etwas ältere Objektiv ist gebraucht sehr günstig zu bekommen. Es ist aber erstaunlich gut und zählt zu den schärfsten Objektiven in diesem Brennweitenbereich - ein weiterer Geheimtip also... |
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Den AF500FTZ habe ich noch von meiner MZ-5n. Er unterstützt zwar noch nicht das neue P-TTL-Verfahren, das bspw. High-Speed-Synchronisation und drahtlose Blitzsteuerung ermöglicht. Aber dafür ist er mit Leitzahl 50 bei 85 mm und ISO 100 der derzeit leistungsstärkste Blitz von Pentax. Und dank des TTL-Sensors in der *istD kann er auch wie gewohnt als TTL-Blitz weiterverwendet werden. Neben der hohen Blitzleistung schätze ich vor allem den horizontal und vertikal schwenkbaren, automatischen Zoomreflektor. |
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Als digitale Zweitkamera habe ich mich für die Pentax Optio 43WR entschieden. Diese kleine Schachtel macht 4 Megapixel-Aufnahmen in einer sehr brauchbaren Qualität und hat einen großen Vorteil: Sie ist wasserdicht und durch Gummiecken gegen Stöße geschützt. Zwar sollte man sie nicht zum Tauchen oder Schnorcheln einsetzen, doch macht ihr weder ein Regenguss, noch ein kurzer Fall ins Wasser oder der Transport ohne Tasche etwas aus. Ideal also, um dorthin zu gehen, wo meine *istD zu schade ist... |
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Olympus
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Neben der MZ-5n von Pentax habe ich mir schon früh eine OM-1 von Olympus zugelegt. Diese hervorragende kleine Kamera arbeitet noch rein manuell und ist extrem zuverlässig. Aber dazu mehr, wenn ich Zeit find... |
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| © Dr. Heiko Hamann |
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